Kerstin Weiss betonte, dass der Verwaltungsstandort Grevesmühlen nach dem teilweisen Umzug der Fachdienste nicht aufgegeben werde. “Büros in der Malzfabrik werden nicht in Größenordnungen leer stehen. Das ist auch erklärter, politische Wille”, verdeutlichte die stellvertretende Landrätin Kerstin Weiss.
Die Kreisneuordnung soll also Doppelstrukturen aufbauen? Das Gegenteil dessen, was der Landtag mit der Reform bezweckte?
Wer`s glaubt, wird selig. Birgit Hesse hat den Kreistag schnell mal über den Tisch gezogen, um nach Wismar an ihre geliebte erste Wirkungsstätte zu kommen. (Shopping für Partygirl Hesse ist dort auch viel einfacher.)
Welche Folgen das für den Kreishaushalt und den Landkreis im Ganzen hat, wurde ausgeblendet oder so wenig bedacht wie bislang alles, was mit der Neuordnung zu tun hat. Die Kosten laufen völlig aus dem Ruder und werden auch noch verschwiegen oder geleugnet oder versteckt.
Überhaupt wird immer deutlicher, dass es nicht um die Belange des Landkreises, sondern allein um die Karriereplanung einer einzelnen Dame geht, der alles untergeordnet wird. Und diese Strategie wird schon seit der ersten Beratung der Kreisgebietsreform betrieben, und möglichst jeder zielführende Ansatz kaputtgemacht..
Wie lange wollen die Kreistagsmitglieder sich das noch gefallen lassen?
Diese vordringliche Aufgabe des “Nordwestblicks” hat sich mit der Änderung der Hauptsatzung erledigt. Viele 10.000 Euro können so eingespart werden, auch viele Arbeitsstunden in der Pressestelle. Zuletzt geriet auch die Machart in die Kritik. Zu viele Fotos von der Landrätin zu reinen Showzwecken bzw. grenzwertiger Wahlwerbungsansätzen und wenig hilfreiche Informationen. In der vorletzten Ausgabe wurde nicht einmal mehr die notwendige Veröffentlichung der Tagesordnung einer Kreistagssitzung dort vorgenommen. Die Prioritäten und der Zweck des Nordwestblicks sind offenbar bereits aus den Augen verloren worden. Und zu guter letzt wurde das Medium von der regionalen Werbewirtschaft nicht hinreichend angenommen und wird immer ein teures Zuschuss-Geschäft für den Landkreis sein.