NWM: Kindeswohlgefährdung wurde vertuscht

Noch am 19. Mai erklärte die Landrätin, sie sei über alle Vorgange in der Kreisverwaltung informiert und es werde nichts vertuscht ( zugegebenermaßen zu einem anderen Thema). Da wusste sie bereits von der Brisanz des jetzt eingetretenen öffentlichen Diskurs über die Situation im Jugendamt und in diesem speziellen Fall einer Kindeswohlgefährdung.

[Update] Angeblich will sie erst nach zehn Tagen über den Vorfall informiert worden sein. Auch das wäre ein Skandal.

Leider hat Sie damit offensichtlich ihre Pflichten verletzt. Zum einen hat sie die Mitarbeitersituation im Jugendamt nicht kurzfristig verbessert, noch hat sie auch nur ein wenig die Ausschreibungen für diese Stellen verbessert. Ganz bescheiden kann ich sagen, dass ich seit Monaten die unnötige Befristung, und auch die schlechte Bezahlung moniert habe, berücksichtigt wurde nichts von der Kritik. Noch schlimmer ist ihre Weigerung ihren Dienstherrn, den Kreistag, in irgendeiner Weise über den Vorgang zu informieren. Dies ist nicht geschehen am 17.5 ,im Kreisausschuss, nicht am 18.5. im Sozialausschuss, nicht am 19.5. im Kreistag.[Update] Auch am 20.6. gab es keine brauchbaren Informationen, ausser dem was schon bekannt war. Zudem gab der Landkreis verschiedene Versionen schriftlich von sich.

Und auch die Fragen der Medien werden wieder nicht beantwortet. So fragte der NDR nach den Konsequenzen für das Jugendamt oder den Dienst. Zu mindestens diese Frage wurde nicht beantwortet. Das Verhalten der Landrätin macht diesen Vorfall erst zu der Affäre, die sich keiner wünscht.

 

 

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2 Gedanken zu „NWM: Kindeswohlgefährdung wurde vertuscht

  1. Hektik bricht in der Kreisverwaltung aus, Einladung zur Kreisauschuss-Sitzung erfolgt zwar korrekt mit verkürzter Ladungsfrist für Freitag 12.30 Uhr in Wismar, allerdings ohne Tagesordnung. Und das verstösst natürlich gegen die GO.

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