Negatives Ergebnis: Fortschreibung des Evaluationsbericht zur Umsetzung des Nahverkehrsplans

Diese Fortschreibung ist ein Dokument aus dem Kreistag Nordwestmecklenburg und enthält zahlreiche vernichtende Urteile zur bisherigen kreislichen Nahverkehrsplanung und offensichtliche Falschdarstellungen und fordert weitere Einschränkungen des ÖPNV. Aber lesen sie selbst.

Das Dokument ist öffentlich, wie es die Unterlagen für uns Kreistagsmitglieder für die Sitzung am 7.12.2017 dokumentieren.

In aller Kürze:

  • Zum einen wird das Defizit nicht sinken, wie die Landrätin gehofft und behauptet hat, sondern steigen.
  • Zum anderen soll es weitere Leistungseinschränkungen geben, schlechteste Idee wenn man viele neue Busnutzer noch gewinnen will.
  • Die Werbung, nicht nur von mir oft gefordert, wurde gerade für den neuen Anrufbus einfach nicht gemacht.
  • Alle Hoffnungen auf mehr Fahrgäste in den Gutachten haben sich in Luft aufgelöst.
  • Optimierungen, der Begriff hat ja was positives, allerdings meint er hier Optimierungen für die Kasse, nicht für die Nutzer. So will die Landrätin ernsthaft diskutieren die Schulanfangszeiten den Bedürfnissen des Busunternehmens anzupassen.
  • Und Umsteigen von Bus in die Bahn soll erzwungen werden durch Optimierungen und den Wegfall von Angeboten, wo möglich.

    Dazu siehe auch hier:

  • Pirat mit eigenen Ideen für ein neues ÖPNV-Konzept bei Nahbus
  • ÖPNV-Plan in Nordwestmecklenburg geht nicht auf – acht Gründe

 

 

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Pirat mit eigenen Ideen für ein neues ÖPNV-Konzept bei Nahbus

Das Kreistagsmitglied der Piratenpartei, Dennis Klüver, beobachtet die schwache Umsetzung des ÖPNV-Konzeptes für Nahbus in Nordwestmecklenburg mit Sorge. Die Mehrheit im Kreistag hat sich bereits meilenweit vom ursprünglichen Konzept aus dem Landkreis Salzwedel entfernt. Zum Beispiel wird dort der Anrufbus viele Stunden länger und ohne Zusatzkosten angeboten, auch Räder können mitgenommen werden. Nun wundern sich die Verantwortlichen über die geringe Steigerung bei den Nutzerzahlen. Und wieder sind die Fraktionen nur bei der Diskussion um das Defizit, statt über die Erfüllung des Auftrages aus der Daseinsvorsorge zu beraten. Da nun die LUL-Fraktion durch den Vorstoß ihres Vorsitzenden das Faß erneut aufmachen will, können auch die Pläne der Piraten zu einem umlagefinanzierten fahrscheinlosen ÖPNV einmal genauer in den Ausschüssen des Kreistages diskutiert werden. Da die Fahrtentgelte nur einen Bruchteil der Einnahmen ausmachen, kann auch so ein bereits erfolgreiches anderwo getestetes Vorgehen bei uns im Landkreis eingeführt werden. Mittels einer Umlage von allen Haushalten wird die Finanzierungslücke geschlossen, sodass dann jeder jederzeit den ÖPNV nutzen kann. Und wenn dann nicht wieder – wie geschehen – an den falschen Stellen gespart wird, kann die Sache auch hier ein Erfolg werden. Alles müssen sich darüber klar sein, dass der Zuschuss steigen und nicht sinken wird. Ein schrittweises Zurückkehren zum alten System durch allerhand Kniffe und Tricks wird es ohne Protest nicht geben.

CDU will im Kreistag über neue Geschäftführer bei NAHBUS und AWB entscheiden

Die CDU beantragt für die Kreistagssitzung am 29.01.2015 und dies wird ebenfalls auf dem morgigen geheim tagenden Kreisausschuss beraten:

1.
Die Landrätin wird aufgefordert, sowohl als Gesellschaftervertreterin als auch als Aufsichtsratsvorsitzende der Grevesmühlener Busbetriebe gegenüber dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und seinem Busunternehmen klarzustellen, dass das durch die Kündigung des Geschäftsführers zum 30.06. diesen Jahres bei den GBB beendete Geschäftsführerverhältnis nicht vorzeitig aufgelöst wird. Auch hinsichtlich der Bestellung als Betriebsleiter für den Abfallwirtschaftsbetrieb Nordwestmecklenburg sowie den Eigenbetrieb Nahverkehr Nordwestmecklenburg wird eine vorzeitige Beendigung vor dem 30. Juni 2015 durch den Landkreis Nordwestmecklenburg ausgeschlossen.

2.
Der Kreistag zieht die Entscheidung der Bestellung eines neuen Geschäftsführers im Unternehmen Grevesmühlener Busbetriebe an sich, da zwischen der Mehrheit der Beiratsmitglieder und der Gesellschafterin unterschiedliche Auffassungen über die Besetzung der Geschäftsführung bestehen.
Um diese Entscheidung treffen zu können, wird die Landrätin aufgefordert, schnellstmöglich ein Headhunter-Verfahren durchzuführen, um die Position des Geschäftsführers schnellstmöglich besetzen zu können.
Dabei sind die Erfahrungen aus dem gleichlautenden Personal-findungsverfahren eines neuen Geschäftsführers des Landkreises Ludwigslust-Parchim zu nutzen.
Im Ergebnis der Suche soll dann im Kreistag durch die Landrätin in Absprache mit dem Beirat/Aufsichtsrat der GBB ein Entscheidungsvorschlag zur Geschäftsführerbesetzung vorgelegt werden, der eine personenidentische Bestellung als Betriebsleiter für den Eigenbetrieb Nahverkehr Nordwestmecklenburg umfasst.

Ich bin meiner Chronistenpflicht nachgekommen.